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Der Sinn dieses Textes zum Thema Airsoft

 Es gibt auf vielen Webseiten zum Thema Airsoft Texte, die das Hobby zu erklären versuchen.

Deshalb versuche ich hier nur auf die wichtigsten Themengebiete etwas humorvoll einzugehen, natürlich aus meiner Perspektive, die evtl. nicht einmal mit einer anderen Meinung übereinstimmt, aber schliesslich will diese hübsche Webseite auch mit Inhalt gefüllt werden.

Zudem finden sich im Internet ausreichend anderweitige, sachlichere Informationsquellen zu diesem Thema. Was ist Airsoft, wo kommt es her, und warum zum Teufel habe ich so ein bescheuertes Hobby?Auf den ersten Blick sehen ich vielleicht wie irgende radikaler Spinner aus. Das ich Spinner ist klar, aber ich nennen mich eher Enthusiast.

Mit irgendwelchen Rechts/Links oder wie auch immer radikalen Gruppen haben ich rein gar nichts zu tun und distanziere mich von diesen. Auch wenn ich selbst noch nicht auf solche Gruppen im Airsoft gestossen bin, kann man deren Existenz natürlich nicht ausschliessen.Airsoft ist ein Hobby, bei dem es sich um Plastikkugeln verschießende Waffenreplikate dreht. Eine einfache Definition wäre: Man nimmt eine Airsoftwaffe und rennt damit durch den Wald, um sich gegenseitig abzuschießen. Das klingt nun bewusst etwas martialisch, allerdings ist es einerseits der Kern des ganzen, andererseits auch nur ein Aspekt, ein Schelm wer da einen Widerspruch vermutet.

Die Waffenreplikate reichen von Kunstoffversionen von 10€ bis hin zu optisch nahezu perfekten Nachbildungen aus Metall, die auch mal gerne in den Tausender - Bereich gehen können.

Es gibt im Grunde 3 Hauptypen, die ich nach ihrer Funktionsweise unterscheide (genaueres zur Technik lasse ich mal weg, wie bereits erwähnt finden sich andere Möglichkeiten, den Wissensdrang zu stillen). Die Funktionsweise lässt jedoch nicht zwangsläufig auf Qualität und Verarbeitung schließen :

- Federdruck: Hier wird im Mehrladerprinzip gearbeitet, beim Repetieren wird eine Feder gespannt, die dann mittels eines Kolbens und Zylinders einen Luftdruck erzeugt, der dann die Kugel beschleunigt.

- Elektrisch: Dasselbe Funktionsprinzip wie oben, allerdings wird der Mechanismus hier elektrisch angetrieben.

-Gasdruck: Gut, Luft ist ja eigentlich auch ein Gas…aber ich beziehe mich hier auf Flongase/CO2. Hier wird prinzipiell wie bei echten Waffen gearbeitet, nur dass der Gasdruck mittels einer Gastank- und Ventilkombination erzeugt wird.

In Deutschland werden die Replikate dann zusätzlich noch nach ihrer Geschossenergie in 3 Gruppen unterteilt:Energie <0,08J = Spielzeug

Energie <0,5J = Spielzeug, allerdings erst freigegeben ab 14Jahren

Energie <7,5J als „freie Waffen", der Erwerb und Besitz ist ab 18Jahren erlaubt, diese Waffen (als solche sieht sie nun mal der Gesetzgeber) müssen mit dem „F im Fünfeck" gekennzeichnet sein.

 

Ursprünglich kommt Airsoft aus dem Japan der Nachkriegszeit, in dem es seitdem sehr rigide Waffengesetze gibt. Als Alternative für die waffenbegeisterte Kundschaft wurden Replikate hergestellt, die mit recht geringer Energie Plastikkugeln beschleunigen. Dies führte dazu, das Airsoft ähnlich wie Paintball als Feldspiel betrieben wurde und noch immer wird.

In Deutschland gab es allerdings lange Zeit praktisch nur Pistolen zu erwerben, da der §37 des alten Waffengesetzes (sog. „Anscheinsparagraph") Waffenrepliken, die wie echte Kriegswaffen aussehen, verbot. Im April 2003 fiel dieser Paragraph weg und damit war der Weg frei für Airsoft in Deutschland… naja, halbwegs.

Jedem, der als Heranwachsender gerne Räuber & Gendarm oder Cowboy & Indianer spielte, in dessen Kinderzimmer sich Modellflugzeuge und dergleichen befanden oder der sich gerne actiongeladene Filme anschaute, sollte der Reiz eines Hobbies, in dem man das ganze eine Stufe weiterentwickelt, verständlich sein.

Zu den Waffenrepliken kommt also noch das gute alte Feldspiel (mit entsprechender Schutzausrüstung), im Airsoft auch Skirm genannt, bei dem man sich mit Gleichgesinnten trifft und miteinander bzw. gegeneinander spielt (Ich gehe später noch auf einige der wichtigsten Spielvarianten und Reglungen ein).

Dann kommt noch das Sammeln dazu, nicht nur von den Waffenrepliken selbst, sondern auch der dazugehörigen Ausrüstung, und ähnlich wie bei allen Sammelhobbies wird man nie wirklich fertig…

Für die Technikbegeisterten bietet das Zerlegen und Umbauen der Repliken natürlich auch einen gewissen Reiz, der zugegebenermaßen auch mal in Frust endet, da die Dinger doch öfter ihren Dienst versagen…vor allen bei Teamkollegen (weshalb ich als bastler doch sehr froh bin, das ich es kann ).

Nicht zuletzt muss ich auch den gesellschaftlichen Teil erwähnen: Fachsimpeln, Grillabende, Bastelstunden und „Das Bierchen danach" machen Airsoft für mich erst zu einem perfekten Hobby. Jeder wertet die einzelnen Facetten anders und legt die Gewichtung nach ihren eigenen Vorlieben, so dass man beliebig aus dem oben erwähnten mischen kann.

 

 Und wo kann man nun spielen? Ich erkenne auf Euren Bildern in Eurer hübschen Galerie anhand der Vegetation das europäische Ausland? Genau, denn das Spielen in Deutschland ist ein Problem für sich, da wir die, oftmals qualitativ besseren, in Deutschland als „freie Waffen" klassifizierten Repliken bevorzugen. Theoretisch sind Spielgelände unter gewissen Voraussetzungen machbar, allerdings ist die Gesetzeslage und deren Auslegung leider etwas schwammig, und da wir uns doch gerne im legalen Rahmen bewegen, weichen wir auf Spielfelder im Ausland aus, die dort legal nutzbar sind (auch in Ländern, in denen man Airsoft spielen darf, ist es nicht erlaubt, überall zu spielen ).Nun bin ich verwirrtNun, das ist leider Anfangs relativ normal, einfach nachhaken, wenn etwas unklar ist.Welche Spielarten und Regeln gibt es?Es gibt so gut wie keine einheitlichen Regeln, abgesehen von dem Grundlegensten:Schutz: Die Schutzausrüstung muss mindestens einen vernünftigen Augenschutz beinhalten, hierfür gibt es bei den einschlägigen Händlern diverse Brillen und Masken. Mancherlei Spieler nimmt auch gerne mal Schutzwesten, die echten Geschossen standhalten, das ist aber zuviel des Guten.

Ehrlichkeit: Da man ausschließlich mit Plastikkugeln aufeinander schießt, die nur in Ausnahmefällen Spuren hinterlassen, ist es sehr wichtig, dass man, falls man getroffen wurde, dieses auch ehrlich zugibt.

Die restlichen Regeln hängen von den Spielern, Veranstaltern, den Spielen selbst und vielem mehr ab, sie werden aber meist im Vorfeld eines Spiels geklärt.

 

Bei den Spielvarianten ist es auch wenig einheitlich, teilweise unterscheiden sie sich nur im Namen, manchmal jedoch liegen auch Welten zwischen den Spielarten. Ich liste hier mal eine willkürliche Aufteilung auf. Diese ist für den Laien, je nach Hintergrund, mit vielen unbekannten Wörtern gespickt, ich hoffe, es verwirrt nicht zu sehr.Speedball:
Kurze, schnelle Spiele auf begrenztem Raum.
Beispiele:
- Deathmatch
- Team Deathmatch
- Capture the flag


TacSim:
Spiele, ohne besonderes Szenario auf begrenztem Raum
Beispiele:
- Domination auf „kleinem Spielfeld"
- Attac&Defend
- Team Deathmatch
Der Unterschied zum Speedball besteht darin, das es sich um zeitlich länger ausgelegte Spiele handelt (zwischen 30 Min und 2 Std) mit mehr Raum für taktische Manöver (Umgehungen, Flankenmanöver)

MilSim:
Länger angelegte Spiele, mit Wertlegung auf militärisches Spielverhalten. Szenarioelemente können implementiert sein, z.B. sollten aufwendigere Medic Regeln dabei sein.
Beispiele:
- Ein länger angelegtes Team Deathmatch oder Domination (z.B. einen kompletten Spieltag)
- Ein (Ein- oder Mehr-) Tagesspiel mit miteinander verknüpften Missionen

Szenariospiel:
Storyorientierte Spiele mit bestimmten Vorgaben und Zielen, je nachdem mit aufwendigeren Szenarioelementen (Bombe, Geisel, Labor etc.). Auch LARP Einflüsse sind möglich.
Zeit und Raumbegrenzung kann sehr stark variieren. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt ja jede Menge Fachchinesisch!Ja, man wird schier mit neuen, meist englischsprachigen Begriffen überschüttet.

Aber keine Angst, man gewöhnt sich daran, nachdem man sich etwas mit diesem Hobby beschäftigt hat.

Ein Problem ist, dass Begriffe oftmals mehrere Bedeutungen haben können, oder es mehrere Begriffe für ein und dasselbe gibt, ich mache mal ein kleines Beispiel:

Airsoft: Das Hobby. Im deutschprachigen Raum auch Softair genannt. In Dänemark heisst es Hardball usw…

Die Airsoft: Die Airsoftwaffe oder ASG (Airsoft Gun) oder manchmal Markierer genannt.

Einige Begriffe werden mehr oder weniger korrekt ins Deutsche übersetzt, allerdings sind gerade auch im Handel oftmals die englischen Begriffe anzutreffen.

Auch ist es nicht immer dienlich, die wörtliche Übersetzung zu nehmen, im Falle des Pistons z.B. ist dies ohne Probleme möglich (Piston = Kolben)

Bei den Begriff Gearbox ist es schon wieder etwas unsachlicher:

Gearbox: Das Getriebe, das Getriebegehäuse oder der Getriebekasten.

Bei einer AEG befinden sich in der Gearbox sowohl das Getriebe als auch die „Lufteinheit", bei einigen Modellen auch der Motor. Also ist eine Gearbox mehr als nur ein Getriebekasten. Zudem wird die Hülle ( also der eigentliche „Getriebekasten") als Gearboxshell bezeichnet, was auch wieder seltsam übersetzt werden kann (richtig wäre in diesem Fall „Gearbox" als Getriebe zu übersetzen und „Shell" als Gehäuse, was aber wiederum die Mehrfunktion außer Acht lässt ).

Aber wie o.g.: Einfach etwas einarbeiten, es ist einfacher als man denkt.

 Ich bin schon auf einige Foren und Comunityseiten gestoßen, die Leute da wirken recht seltsam, woran liegt das?Dafür gibt es viele Gründe, aber Airsoft ist doch schon ein unüberschaubarer Mikrokosmus für sich. Es gibt viele Interessensgruppen und die meisten sind sich leider uneinig. Es gibt zwar immer wieder Versuche wie in anderen Hobbies und Sportarten übliche Strukturen einzuführen, jedoch scheitern diese oftmals an undurchdachten Konzepten und dem modernen Menschen an sich (Das soll natürlich nicht allzu allg. interpretiert werden).

Dieser macht sich nicht einfach vorher ein Bild der Lage und versucht dann, Lösungsmöglichkeiten umzusetzen, indem er zumindest einmal die „alten Hasen" zu Rate zieht. Nein, es wird vielmehr einfach etwas Unausgegorenes in der zwanzigsten Wiederholung gemacht, was dann leider wieder relativ schnell verschwindet…aber ich schweife ab.

Dann kommt es natürlich auch zu einer starken Vermischung sozialer Hintergründe, was auch wieder des Öfteren für Spannungen sorgt, wenn beispielsweise in Foren Internetkoryphäen auf Internetneulinge treffen.

Aber, ach, das kennt man aus anderen Bereichen, der Unterschied liegt wie gesagt in der Ermangelung halbwegs einheitlicher Grundregeln, weshalb im Grunde jeder sein Ding macht. Ich scheue zwar den Vergleich, aber sehen wir es wie eine Schrebergartensiedlung ohne entsprechende Regeln und statt für gemeinsame Reglungen zu sorgen, bekriegen sich die Nachbarn lieber untereinander…es gibt im Leben genug Beispiele, warum sollte es im Airsoft anders sein, leider.

Interessant ist, dass man außerhalb der Internetplattformen doch erstaunlich gut miteinander klarkommt, im persönlichen Kontakt liegen auch die Dinge immer etwas anders als in der Anonymität des Internets. Als kleiner Tipp von mir: Wartet ab, bis Ihr einige Leute persönlich kennen gelernt habt.

 Es scheint recht wenig Frauen im Airsoft zu geben, ist das so ein Männerding?Leider sind Frauen nun nicht ganz so oft von diesem Hobby angetan, auch wenn wir unser möglichstes versuchen…schwitzende Astralkörper in adretten Uniformen wirken wohl doch weniger anziehend, als von einigen Medien propagiert. Zudem schminken sich manche Spieler des Öfteren im Feld und wer schon mal das Schaulaufen einiger Ausrüstungsfetischisten gesehen hat, der weiß, dass viel Weiblichkeit im Airsoft steckt.

Natürlich sind weibliche Spieler, welche es durchaus gibt, gerne gesehen und werden auch nicht anders (außer natürlich zuvorkommender) behandelt als männliche Spieler.

 OK, ich werde mich mal weiter informieren, darf ich Euch mit meinen Fragen nerven?Aber natürlich, unsere Telefonhotline ist fast 24Std besetzt, wenn sie mal nicht erreichbar ist, benutze doch bitte die mail adresse, oder wende Dich an eines der großen Foren, geholfen wird einem immer, irgendwie.

 Eine Frage hätte ich noch, nachdem was ich hier gelesen habe gibt es bestimmt gewisse Dinge, die man nicht in den Mund nimmt bzw. macht?Das ist richtig, es gibt zwar keine einheitliche Etiquette, aber einige Dinge sollte man, zumindest aus meiner Sicht vermeiden:

 

„Markierer":

Dieser Begriff wird gerne von gewissen Gruppierungen benutzt (für Airsoftwaffen), wohl um das Hobby zu verniedlichen oder ähnliches. Solange unsere ASG´s unter das Waffengesetz fallen und in diesem als solche bezeichnet werden, sind es eben solche. Abgesehen davon markiert man ja nicht wirklich etwas.

„Counterstrikesprache"

Die meisten haben eigentlich nichts gegen Onlinespiele, auch nicht gegen Counterstrike. Allerdings ist das Auftreten einiger, meist jüngerer Anwender dieser Szenesprache doch oftmals bedenklich, weshalb diese recht ungern gesehen ist. Ebenso wie szenetypische Begriffe wie z.B. „Lol" etc. bezeichnen sich nur wenige ernsthaftere Airsoftspielervereinigungen als „Clans". Im Airsoft nennen wir uns meistens „Teams" („Toll, ein anderer machts" *gg* ) oder manchmal auch Vereine, wenn diese den Kriterien entsprechen, in anderen Ländern wie z.B. Österreich gibt es (aus rechtlichen Gründen) überwiegend Airsoft Vereine. „Clubs" ist auch noch relativ oft anzutreffen, vor allem im Ausland.

Das Fragen nach Illegalem:

Manche, etwas unbedachte Zeitgenossen, bedenken nicht, dass ihre Fragen auf Dinge abzielen, die in Deutschland illegal sind. Den Rest kann man sich ja denken.

Uvm.:

Es gibt noch mehr Beispiele, aber ich möchte hier nicht allzu weit darauf eingehen, im Grunde sollte man sich einfach höflich und vernünftig verhalten, dann bekommt man auch keine Probleme.

 

 

Nachwort:

Ich hoffe dieser Text vermittelt einen kleinen Überblick über mein Hobby und kann dem Interessierten etwas weiterhelfen.

Grus cali

PS:

Einen dank an Hansa Harry für den Text.